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| 08.08.06 |
Das wirkliche Castelmur und seine akustischen Möglichkeiten |
| Seit dem Sommer 2005 befindet sich im Bergeller Palazzo Castelmur ein «Giardino del suono», ein elektroakustischer Klanggarten. Ab 16. August wird das Zürcher Musik-Kollektiv Superterz für eine Woche in Castelmur zu Gast sein. Elektronische Akustik, Visualeffekte und Gesang verbindet Superterz zu virtuellen Soundlandschaften, die es mit der real-räumlichen wie elektrovirtuellen Landschaft des Bergeller Gartens kombinieren wird. Ab 16. August wird öffentlich getüftelt, am Samstag, 19. August, ist die Premiere. | |
Den Klanggarten eingerichtet hat der Schweizer Ton-Ingenieur
Jürg Jecklin, womit auch schon impliziert ist, dass die Anlage technisch
avanciert ist. Denn Jecklin, der Professor an der Musikhochschule in Wien
ist, hat sich als Schweizer Ton-Tüftler in den 80er Jahren einen Namen
gemacht. Die Verbesserung der Stereo-Technik ist sein Spezialgebiet, das
Stichwort lautet «Quadrophonie»: Anstatt dass Musik, wie heute bei Stereo
üblich, nur zweikanalig übermittelt wird, sollen vier Kanäle «zusätzlich
zur Links-Rechts-Information auch eine räumliche Tiefen-Ortung» ermöglichen.
In der Quadraphonie ist das Ziel, die Musik-Wiedergabe akustisch möglichst
räumlich und damit möglichst natürlich erscheinen zu lassen. Im Castelmurer
Klanggarten rückt Jecklin die Natur der Musik, oder die Musik der Natur
noch um ein gutes Stück näher. |
| Projekt: | «Bergellklang» des Musiker-Kollektivs Superterz |
| Links: | »Das Projekt «Bergellklang» |