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| 16.02.06 |
Transzendiert die Transmediale
die Medienkunst?
Villö Huszai |
| Die 1988 als Videofestival gegründete Transmediale nimmt vom Genre «Medienkunst» terminologisch und inhaltlich Abstand. Sie heisst nicht mehr «International Media Art Festival», sondern «Festival for Art and Digital Culture Berlin». Wie sich Kunst und Gesellschaft unter dem Einfluss von Medien und Technologien verändern, bleibt Fokus der Transmediale 06, sie will das eigene Kunstverständnis aber nicht mehr über Gebühr vom Medium Computer determinieren und einschränken lassen. | |
Dieser Willen setzt sich inhaltlich in der historischen
Ausrichtung der Festival-Ausstellung «Smile Maschines» um:
Die von der französischen Filmwissenschaftlerin Anne-Marie Duguet
kuratierte Ausstellung versammelt zwar fast nur Exponate, die mit elektronischen
Medien arbeiten. Doch zentraler historischer Referenzpunkt ist die Fluxus-Bewegung,
die sich zwar stark mit Video- und Fernsehen, aber natürlich noch
nicht mit digitalen Medien auseinandersetzte. Auch das das Generalthema
von Ausstellung und Konferenz, Humor als künstlerische Strategie,
zielt auf ein allgemeineres Kunstpublikum, während frühere Festival-Themen
wie Globalisierung, «Do it yourself» oder «Utopia»
in viel engerem Bezug zum Medium Computer standen. |
| Information: | Transmediale 06 |
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